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An die weiblichen Kolllegen: Frauen an die Macht?

Dott. …
Dott. …
Allgemeinmedizin, Innere Medizin (ohne Schwerpunkt)


An die weiblichen Kolllegen: Frauen an die Macht?

Schon seit einigen Jahren ist der Frauenanteil im Medizinstudium höher, es werden mehr Promotionen von Frauen erfolgreich beendet und die Arbeitszeitmodelle in den Kliniken werden auch flexibler, als Antwort auf die zunehmende Frauenanzahl in der Medizin. Aber werden sie damit auch familienfreundlich genug?

Schaut man sich nämlich dagegen die Führungspositionen in Forschung und Klinik an, spürt man die Entwicklung der letzten Jahre in keinster Weise.

In der Ärzte-Zeitung vom 30.12.2011 ( http://www.aerztezeitung.de/politik_gesel ... cials /
jahresendausgabe-2011/default.aspx?sid=683782 ) stieß ich kürzlich auf dieses Thema, und war wieder mal erstaunt von der Aussage, dass wirklich nur 4 Prozent der leitenden Professoren Frauen sind. Dort spürt man die Devise „Frauen an die Macht" nicht einmal ansatzweise.

Was denken Sie: Wird sich die Geschlechterverteilung in der Klinik Hierarchie in annehmbarer Zeit den Umständen anpassen?

Was halten Sie allgemein von „Frauen an die Macht“ in der Medizin? Und wie sind ihre Erfahrungen diesbezüglich in den Kliniken, an denen sie arbeiten?

Und an alle weiblichen Kollegen: Wie managen sie den Spagat zwischen Karriere und Familie?

discussioni

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Dott. …Dott. …
Allgemeinmedizin, Allgemeine Chirurgie + Visceralchirurgie

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass tatsächlich noch immer viele meiner Kollegen der Ansicht sind, Frauen seien nicht für Führungspositionen geeignet. Vor allem die älteren Generationen können ihre Vorurteile gegenüber Frauen nicht ablegen. Das macht es noch schwerer sich gegen einen langjährigen Chefarzt zu beweisen. Unsere Fähigkeiten werden oft angezweifelt und unsere Bemühungen belächelt. Dabei stehen wir unseren männlichen Kollegen in nichts nach!

Andere unterstellen Frauen, ihre Führungspositionen mit besonderer Strenge auszuüben; ein Argument, das wie ich finde ebenso gut auf die männlichen Kollegen übertragen werden kann.

Andersherum ist es wichtig, dass Frauen in höheren Postionen nicht in die Verhaltensweisen von Männern verfallen. Frauen sollten authentisch bleiben und nicht versuchen den männlichen Führungsstil zu kopieren.

Mir ist aber aufgefallen, dass jüngere Kollegen viel seltener diese Einstellung teilen und Frauen als gleichberechtigte Konkurrenz betrachten. Ich finde es ist wichtig, die Geschlechterunterschiede im Berufsleben so weit wie möglich zu reduzieren. Immerhin liegt die Frauenquote in Führungspositionen in der Arbeitswelt allgemein bei fast 20%. Ich denke dieser Trend wird nicht so bald stagnieren und hoffe dass sich Frauen in Zukunft auch in Kliniken stärker durchsetzen.

Dott. …Dott. …
Allgemeinmedizin, Laboratoriumsmedizin

Betrachtet man den gesamten Prozess der Emanzipierung, leben wir doch heutzutage- vor allem die Theorie und Deutschland betreffend- in einer gerechten Welt, was die Geschlechterverteilung angeht. Die Zahlen der Abiturbesten und Studienabsolventen werden tatsächlich von Frauen dominiert. Auch die immer mehr angenommene Babypause für Männer wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen.

Allgemein gesprochen bin ich- wie fast jede Frau- ebenso für eine geschlechterunspezifische Einstellung und finde es erschreckend, dass es doch noch unüberwindbare Barrieren ( seien sie allein in den Köpfen) gibt.

Mein ganz persönlicher Standpunkt dazu ist jedoch ein anderer. Mit Männern in Führungspositionen habe ich weitaus bessere Erfahrungen gemacht- sie waren in aller Regel ehrlicher, unkomplizierter und umgänglicher als Frauen in ähnlichen Positionen, denen die Macht förmlich zu Kopf gestiegen ist. Das Arbeitsklima war schlichtweg angenehmer bei Männern.

Ich möchte darauf hinweisen, dass meine Meinung aus Erfahrungen resultiert und ich diese nicht pauschalisiere. Unbestritten und uneingeschränkt bleibt daher zu sagen: Frauen sollten dieselben Möglichkeiten offen stehen wie Männern.

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Dr. Bodo Müller (Gründer von esanum)



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Al contributo sono state assegnate le seguenti parole chiave:
Gleichberechtigung, weibliche Ärzte, Gesundheitswirtschaft

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ultima modificazione: 8.5.2012 18:23